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c't Mäusekino als USB-LCD-Display
In der Ausgabe 04/2006 wurde in der Zeitschrift c't eine Bauanleitung für ein per USB anschließbares LCD-Display, das c't Mäusekino vorgestellt. Nach etwas Bastelei hat man ein schickes kleines Display, das man z.B. als Anzeige für den ausgemusterten und zur Firewall umfunktionierten Zweitcomputer verwenden kann. Ein Monitor ist damit nicht mehr nötig. Der nachfolgende Beitrag hilft dabei, beispielsweise den Systemstatus auf dem Display anzeigen zu lassen.
Follow up:
Wer nicht gerne bastelt kann natürlich auch bereits fertige zusammengebaute LCD-Displays erwerben. Diese gibt es in vielen Variationen, jedoch soll im Nachfolgenden der Fokus auf das c't Mäusekino gerichtet werden. Eine gute Anleitung für OpenSuse hat Bernhard Walle verfasst. Leider hat sie mir nur zum Teil geholfen, da ich Ubuntu verwende. Im Großen und Ganzen bin ich nach seiner Anleitung vorgegangen, musste jedoch ein paar Punkte etwas variieren.
Da mir die RPMs für OpenSuse nicht viel weiterhelfen, habe ich mir die Tarballs der serdisplip heruntergeladen, diese compiliert und installiert. Danach konnte ich Bernhards ersten Test
testserdisp -n CTINCLUD -p USB:07c0/1501
erfolgreich starten und hatte die Gewissheit, dass mein LCD-Display funktioniert. Die Pakete graphlcd und graphlcd-media sind nicht in Ubuntu enthalten, weshalb ich diese von der GraphLCD Projektsite in Form der Pakete graphlcd-base und graphlcd-media heruntergeladen habe. Das erste Paket konnte danach compiliert und installiert werden. Das zweite Paket, musste nur nach /usr/local/share entpackt werden. Jetzt konnte ich Punkt drei aus Bernhards Anleitung abschließen und seinen nächsten Test durchführen:
showtext -d serdisp -f fnt:/usr/local/share/graphlcd-media/fonts/f12bn.fnt -e utf-8 "Test"
Das nächste Paket, lcdproc ist zwar in Ubuntu enthalten, hat sich aber standhaft geweigert, glcdlib zu verwenden. Aus diesem Grund habe ich auch dieses selbst gebaut. Zuerst musste ich jedoch den GLCDprocDriver wrapper herunterladen, compilieren und installieren. Erst danach kam lcdproc an die Reihe. Zu beachten ist, dass man dem configure mindestens die Optionen --enable-libusb und --enable-drivers=glcdlib mitgibt. Ich habe als zusätzliche Treiber curses und lirc verwendet. Diese spielen an dieser Stelle jedoch keine Rolle. Nach der Konfiguration, wie in Punkt fünf in Bernhards Liste beschrieben, kann man LCDd starten und bereits etwas sehen, sofern die ausgewählte Truetype Schriftart existiert. Die von Bernhard vorgeschlagene Schriftart aus dem Ubuntu-Paket msttcorefonts, hatte einen anderen Pfad, so dass die entsprechende Zeile folgendermaßen lauten muss:
FontFile=/usr/share/fonts/truetype/msttcorefonts/andalemo.ttf
Damit die Treiber, wie z.B. glcdlib, gefunden werden muss abschließend noch der Pfad angepasst werden:
DriverPath=/usr/local/lib/lcdproc/
Danach sollte LCDproc problemlos funktionieren. Weitere Anwendungen findet man auf der Client Liste der LCDproc Homepage. Es gibt auch Anwendungen, die die Grenzen des ct-Mäusekinos aufweisen, wie z.B. der Mythlcdserver (eine LCD-Anzeige für den MythTV Media Server). Hier könnte das Display etwas größer und etwas schneller sein, damit man scrollende Texte besser lesen kann.