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DVDs abspielen unter Linux
Heutzutage bringt nahezu jeder Rechner ein Laufwerk, das DVDs und jede Menge weiterer Formate abspielen kann, mit. Wenn man dazu noch einen schönen großen LCD-Monitor hat, was liegt da näher, auch DVDs am Rechner anschauen zu wollen?
Follow up:
Unter Linux gibt es etliche Programme, die DVDs abspielen können. Sie unterscheiden sich nicht nur im Funktionsumfang, sondern auch im Bezug auf den Window-Manager, für den sie angepasste Frontends mitbringen. Natürlich kann man auch beispielsweise unter KDE ein Programm mit Gnome-Frontend verwenden. Der einzige Nachteil besteht darin, dass man sich ein paar zusätzliche Bibliothen installieren muss (sollte die verwendete Distribution automatisch erledigen) und dass sich das Programm nicht so schön in den verwendeten Window-Manager integriert. Letzeres bedeutet meist, dass das Aussehen etwas anders als gewohnt ist, dass die Bedienung etwas anders ist und dass die Anbindung an andere Applikationen des Window-Managers nicht gegeben ist. Das stellt jedoch alles kein wirkliches Problem dar. Hier ein paar Programme, die DVDs abspielen können: kaffeine (KDE), totem (Gnome), xine (X, Gnome), vlc (Gnome), mplayer (keine grafische Oberfläche).
Nachdem man eines der obigen Abspielprogramme installiert hat, sollte bereits alles funktionieren. Falls dies nicht der Fall ist, muss man entweder noch ein fehlendes Plugin installieren (als Video-Format wird MPEG2 benötigt) oder man hat eine kopiergeschützte DVD.
Letzteres zeigt eine paradoxe Entwicklung: Das Geld, das der Kunde zum Kaufen von DVDs ausgibt, verwendet die Film-Industrie, um Kopierschutz-Mechanismen (CSS-Verschlüsselung) entwickeln zu lassen. Diese führen dazu, dass man die DVDs nicht mehr einfach anschauen kann. Die Daten einer solchen DVD müssen zuerst entschlüsselt werden und können erst danach zum Anschauen der DVD verwendet werden. Es ist also zusätzliche Prozessor-Power nötig. Damit hat es die Film-Industrie geschafft, aus hochwertigen DVDs minderwertige DVDs zu produzieren und bezahlen soll dies der Kunde, obwohl er keine Mehrwert davon hat, sondern nur Nachteile.
Ich persönlich empfehle, diese minderwertigen DVDs zu boykottieren und nicht zu kaufen. Man sollte dann lieber warten, bis der Film im Fernsehen läuft und wenn man eine Privatkopie möchte, den Film aufzeichnen. Dies ist auch über Linux möglich. Man kann sogar automatisch Werbung herauschneiden lassen und falls man eine digitale Empfangsanlage hat, hat das Ergebnis DVD-Qualität (MPEG2). Wie das funktioniert werde ich in einem späteren Beitrag beschreiben.
Sollte man jedoch bereits eine kopiergeschützte DVD vorliegen haben, benötigt man zum Entschlüsseln die zusätzliche Bibliothek libdvdcss. Nutzer eine Ubuntu-Distribution müssen hierzu zuerst die verwendeten Paketquellen erweitern und Medibuntu, wie hier beschrieben hinzufügen. Wenn man eine andere Distribution verwendet und Bilbliothek ist nicht enthalten, kann man sie auch hier herunterladen.
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