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Bandbreitenmessung - Hält der Internetprovider was er verspricht?
Immer wieder hört man Gerüchte, dass Internetprovider nicht das halten, was ihre Angebote suggerieren. Es mag zwar Stoßzeiten geben, in denen Provider mit einer großen Datenflut zu kämpfen haben, jedoch sollte dies nur geringe und höchstens kurzzeitige Auswirkungen auf die zur Verfügung stehende Bandbreite des Kunden haben. Welche Möglichkeiten hat ein Kunde, die zur Verfügung gestellte Bandbreite zu messen?
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Bereits seit Oktober letzten Jahres steht der Us-Internetprovider Comcast, einem Bericht der Electronic Frontier Foundation zufolge, in der Kritik, aktiv in den Datenverkehr einzugreifen. So soll der Provider Datenpakete eingeschleust haben, die einen Abbruch ausgehend von der Gegenstelle signalisieren. Genauer gesagt, handelt es sich um ein TCP-RST Signal (einem Signal, dass der Port auf den man bei der Gegenstelle zugreifen möchte nicht offen ist). In einem späteren Artikel illustriert die EFF die Vorgehensweise von Comcast mit folgendem Vergleich: Alice telefoniert mit Bob und auf einmal schaltet sich der Provider dazwischen und sagt mit der Stimme von Bob:"Tut mir leid Alice, ich möchte nicht mit dir sprechen".
Betroffen von diesem dreisten Eingriff in die Kommunikation seitens Comcasts war das P2P Filesharing-Protokoll Bittorrent. Da Bittorrent häfig zur Verteilung kostenloser Software eingesetzt wird, bedeutet das, dass Kunden dieser Provider hier in Röhre schauen müssen.
Seitens Comscasts wurde immer wieder versucht alles zu dementieren. Krishna P. Gummadi vom Max-Planck-Institut für Softwaresysteme ist es jedoch gelungen nachzuweisen, dass die beiden US-Provider Comcast und Cox und der Internetprovider Starhub aus Singapur den Datenverkehr des Filesharing-Protokoll Bittorrent komplett unterbinden.
Zur Bewerkstelligung der umfangreichen Untersuchung wurden spezielle Tools für das Glasnost getaufte Projekt, entwickelt. Diese stehen auf der Website des Projekts zur Verfügung. Zum Testen, ob der Bittorrent-Datenverkehr vom Provider manipuliert wird bzw. zur Messung der Bandbreite, die der Internetprovider aktuell zur Verfügung stellt, benötigt man lediglich einen Browser mit einem Java-Plugin. Letzteres erfordert die Angabe des Providers und der maximal zugesicherten Down- und Upstream-Bandbreite.
Einen ähnlich benutzerfreundlichen Bandbreitentest, den man direkt mit Hilfe eines Browsers durchführen kann, bietet Audit My PC. Das Ergebnis wird grafisch dargestellt, wobei man in der Skala verschiedene Technologien, wie z.B. Modem, ISDN, DSL, Ethernet, T1 bis T4 im Vergleich sehen kann. Darüberhinaus wir der verwendete Algorithmus zur Messung des der Download- bzw. Upload-Bandbreite näher erläutert.
Broadband-Help bietet auch einen Test für den Browser. Voraussetzung ist auch hier das Java-Plugin. Das Ergebnis kann man sich in mehreren Diagrammen anschauen. Wenn man sich registriert, kann man sich die Resultate als Microsoft Word oder als Microsoft Excel Dateien herunterladen.
Außer den oben vorgestellten Online-Bandbreitentests findet man im Internet eine schier unerschöpfliche Menge an Anbietern. Diese unterscheiden sich in ihrer Genauigkeit, der Bedienbarkeit und der Darstellung der Ergebnisse. Ein großer Teil begnügt sich jedoch damit lediglich den Downstream zu messen. Um eine bessere Einschätzung der wirklichen Bandbreite zu bekommen, sollte man mehrere Bandbreitenmessungen vornehmen. Dabei empfielt es sich verschiedene Bandbreitentests zu verwenden.
Die meisten Internet-Provider bieten selbst Bandbreitentests an. Die Frage ist, ob man diesen genügend Vertrauen entgegenbringt oder sich lieber selbst auf die Suche macht. Einige DSL-Modems, wie z.B. die Fritz!Box, bringen selbst Tools zur Messung der Bandbreite mit. Hier lohnt sich oft ein Blick ins Handbuch oder auf die Webseite des Herstellers.
Abschließend noch ein paar weitere Online-Bandbreitentests zur Messung von Up- und Downstream-Bandbreite: